eBay News: Gebührenänderungen für gewerbliche Verkäufer

eBay News: Gebührenänderungen für gewerbliche Verkäufer


Ab 2. April 2015 passt eBay die Gebührenstruktur bei eBay.de an. Einige Änderungen sind erst im weiteren Verlauf des Jahres 2015 geplant.

Gebührenanpassungen bei ebay.de zum 02. April 2015: Ein Überblick

Änderung für eBay Shops

  • Premium-Shop-Abonnenten profitieren zukünftig von einem 5%-Rabatt, Top-Shop-Abonnenten von einem 2,5% Rabatt der Provision auf den Verkaufspreis.
  • Geänderte Abonnementgebühren.
  • 50.000 Angebote ohne Angebotsgebühr für Premium-Shop-Abonnenten inklusive, für noch mehr Angebote gibt es eine kostenpflichtige Flatrate.
  • Das Marketing-Tool „Verkaufsaktionen“ ist für alle Abonnenten eines eBay Shops kostenlos verfügbar.

Änderungen der Verkaufsprovisionen, Angebotsgebühren & der Gebühren für Zusatzoptionen

  • eBay rundet die seit Jahresbeginn netto ausgewiesenen Gebühren auf ganze oder halbe Prozentwerte. In einigen wenigen Kategorien erhöht eBay die Gebühren deutlicher.
  • Vereinheitlichte Gebührenstaffelung in verschiedenen Kategorien.
  • eBay führt in der Kategorie „Musikinstrumente“ eine neue Obergrenze der Verkaufsprovision ein und ändern diese in einigen anderen Kategorien.

Änderung der Rabatte für Artikel mit eBay-Garantie

  • Bei Artikeln mit eBay-Garantie senkt eBay den Rabatt auf die Verkaufsprovision ab dem 2. April von 20% auf 10%.
  • Sie erhalten weiterhin eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen und die Kennzeichnung mit dem Logo eBay-Garantie, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Gebühr für erfolglose „Gültig bis auf Widerruf“-Angebote

  • Um die Suchergebnisse bei eBay.de zu verbessern, soll die Anzahl erfolgloser Angebote auf eBay.de reduzieren. eBay führt daher eine Gebühr von
    0,10 Euro für dass automatische Erneuern von Angeboten „Gültig bis auf Widerruf“ ein, wenn diese sich 18 Monate lang oder länger nicht mindestens einmal verkauft haben.

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Welche Auswirkungen haben dieses Änderungen auf gewerbliche Verkäufer?

Die Änderungen enthalten sowohl Gebührenerhöhungen als auch neue zusätzliche Rabatte. Verkäufer sollten daher genau prüfen, welchen Einfluss die Gebührenänderungen auf ihr Geschäft haben und ob Sie am Ende mehr oder weniger zahlen müssen.

Hervorzuheben ist die Einführung des Marketing-Tools „Verkaufsaktionen“. Dieses lang erwartete Feature kann nun von allen eBay Shop-Abonnenten kostenlos genutzt werden. Dies sollte auch ausführlich genutzt werden.

Auf der anderen Seite gibt es dafür eine neue Gebühr für erfolglose „Gültig bis auf Widerruf“-Angebote. Diese Gebühr soll einen Steuer-Effekt haben, mit dem Ziel, die Anzahl veralteter Angebote zu senken. Aus meiner Sicht sollte allerdings jeder eBay Händler bereits vor Ablauf der 18 Monate darüber nachdenken, ob das Angebot, so wie es eingestellt ist, wirklich Sinn macht.

 

Kategorien

  1. Andy

    Die Preisspirale dreht sich nur in eine Richtung.
    Die Gebühren werden untern Strich für alle Verkäufer deutlich steigen.
    Die tolle Erhöhung der Rabatte die uns von Ebay erst vor wenigen Monaten schmackhaft gemacht wurden werden jetzt natürlich gekürzt. Das Prinzip ist egal wo immer das selbe „Brotkrumen hinwerfen und später ne ganze Scheibe zurücknehmen“ Das ist Marktwirtschaft!

    Meiner Meinung nach der falsche Weg da wieder einmal nur kleine und mittlere Händler am meisten draufzahlen.

  2. Roger

    Die Ebaymacher, die seit 5-7 Jahren das Sagen haben, lernen es einfach nicht! Man hat immer noch nicht verstanden von wem die Gehälter gezahlt werden. Und die Umsätze werden weiterhin in höherem Maße sinken, als die Gebühren jemals steigen könnten. Und zwar genau aus dem Grunde der höheren Gebühren. Für uns Händler ganz einfach: Höhere Gebühren=andere Vetriebskanäle und deutlich weniger und unattraktivere Angebote. So einfach ist das Ebay !

  3. Ozan

    3 jahre fruher hatte ebay eine provision von %8 und max provision von 80 euro. Zu zeit ist es 11% und max provision ist 200€. Jemand muss den ebay leuter sagen das internet einkauf uber ebay gakeine spass mehr macht. Des wegen erohen sich die preisen und ich kaufe zum beispiel von andere zeiten vie zalando und amazon weil die noch gunstiger sind. Ich hasse ebay.

    • Stephan

      … es ist immer wieder interessant dass einige Anbieter den Standpunkt vertreten, Amazon wäre mit seinen Gebühren günstiger ?! Wird hier der Geldfluss nicht korrekt betrachtet ? Die Auszahlung der Verkaufserlöse ist nicht gleich einer Paypal-Abbuchung zu setzen ! … bzgl. der Bedeutung und dem Ausmaß bleibt es wohl eine Frage der Zeit bis die Finanzämter verstärkt Amazon-Partner in’s Visier nehmen. Anschließend wird es wohl zu einer Pleitewelle von kleinen & mittleren Unternehmen kommen, die sich bisher an der Amazon-Umsatz-Euphorie ergötzen, und dann mit den Nachzahlungen (teils auf mehrere Jahre) einfach nur untergehen.
      Betrachtet man also wiederum die bestehende Amazon-Gebührenstruktur mit den (tatsächlich) günstigeren eBay-Gebühren, so erklärt sich auch die Gebührensteigerung. Da ist sogar noch Luft nach oben, denn Amazon steht gegenüber eBay, trotz teurerer Gebührenstruktur stärker auf dem Markt, ja sogar mit Wachstum.

  4. Timo

    Ich kann mich nur anschließen. Der Seller Support ist bei Ebay ohnehin schlechter als auf anderen Verkaufsplattformen. Kosten für Paypal, erhöhter Buchhaltungsaufwand durch Paypal, jetzt die Reduzierung des Rabatts und die Verkäufe sind ohnehin nicht mehr das, was sie mal waren. Uns hat Ebay die Entscheidung nun abgenommen – bye bye Ebay!

  5. Stefan Nievelstein

    Vielen Dank für eure Kommentare. Ich freue mich über die rege Beteiligung.
    Ich kann euren Ärger auch gewissermaßen nachvollziehen. Es ist immer ärgerlich, wenn ein Partnerunternehmen die Preise erhöht. Ob es sich in diesem Fall wirklich um eine Preiserhöhung handelt, muss leider jeder Händler selbst nachvollziehen, da hier jede Konstellation für sich bewertet werden muss.
    Ich bitte allerdings zu berücksichtigen, dass gerade die großen Marktplätze auch einen entscheidenden Vorteil bieten: Reichweite. eBay.de hat zum Beispiel über 23 Mio Unique Visitors im Monat (entnommen aus dem AGOF Ranking im Januar 2015 http://www.agof.de/angebotsranking/). Diese kommen nicht von alleine auf die Plattform. eBay betreibt hierfür eine Menge Marketing. Und dieses kommt dann auch wieder den Händlern zugute, die auf eBay.de anbieten. Möchte ich als Händler auf eBay oder andere Marktplätze verzichten, muss ich selbst dafür Sorge tragen, Kunden zu akquirieren. Die dafür anfallenden Kosten müssen bei der Beurteilung natürlich in Betracht gezogen werden.

    • Roger

      Lieber Stefan Nievelstein,
      meines Wissens nach macht Ebay nicht mehr Werbung als vor 5-8 Jahren ( ich habe in 1999 mit 2 % Umsatzprovision angefangen ) und insbesondere nehmen die Kunden nicht zu, sondern ab. Und der Hintergrund ist nicht der, den die oberschlauen Ebay-Macher vermuten – nämlich die Unzufriedenheit der Kunden. Hintergrund ist einzig und allein die stets weiter sinkende Anzahl von preiswerten Angeboten, da wir Verkäufer die Schnauze gestrichen voll haben von den ständigen Preiserhöhungen, aber noch mehr von der Käuferschutzabteilung! Dort wird Käufern mit einem Bewertungspunkt mehr geglaubt als Verkäufern, die seit 15 Jahren dabei sind und 100% Bewertungen haben! Einfach nur abtörnend ! Daher sind wir Verkäufer gezwungen, Artikel deutlich teurer anzubieten als auf anderen Plattformen, die teils bis zu 7 % günstigere Provisionen anbieten, keine gesetzlich verbotene Nötigung zur PayPal Anbietung verlangen und die Käufe gehen dort genau so gut wie auf Ebay ! Wenn Ebay das nicht ganz schnell kapiert, wird der Laden nicht nur noch schlechter laufen, sondern in 10-15 Jahren kaputt sein.
      Das was aktuell passiert, habe ich bereits genauso auf dem letzten Powersellertreff vor vielen Jahren genau so prognostiziert. Dafür muss man kein Hellseher sein, sondern einfach logisch denken können. Erinner mich in 10-15 Jahren noch mal an meine Prognose, aber dann wird es Afterbuy auch nicht mehr geben, da es ja mittlerweile leider zu Ebay gehört.

  6. Antennenfreak

    Ich habe ebay schon vor Jahren den Rücken gekehrt und verkaufe mittlerweile über meinen eigenen Shops viel mehr als vorher über ebay. Dabei bin ich auch noch frei, welche Zahlungsmittel ich anbiete und welche nicht, welche Rabatte ich einräume usw. Außerdem entfällt der Wettbewerb mit den vielen unseriösen Verkäufern, die sich auf ebay tummeln und Waren bewußt mit falschen technischen Parametern anbieten. Von Amazon bin ich übrigens auch weg – auch aus denselben Gründen wie bei ebay.

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